Standheizung

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Allgemeine Informationen[Bearbeiten]

Standheizungen dienen dem Beheizen des Fahrzeuginnenraumes unabhängig von der Wärmeabgabe des laufenden Motors.
Sie werden üblicherweise direkt aus dem Tank des Fahrzeuges mit Kraftstoff versorgt und können entweder die Luft des Innenraumes beheizen oder über den Kühlmittelkreislauf des Fahrzeugs in den Heizkreislauf eingebunden sein. Im letztgenannten Fall erfolgt das Beheizen des Innenraums dann über einen Wärmetauscher sowie das dazugehörige Gebläse.

Abhängig vom Funktionsprinzip (direkte Erwärmung der Luft bzw. indirektes Erwärmen über den Kühlmittelkreislauf) werden sie als

bezeichnet.

Standheizung im T4[Bearbeiten]

Im T4 waren ab Werk beide Arten von Standheizungen verfügbar. Hersteller aller verbauten Modelle war die Fa. Eberspächer.
Verbaute Modelle:


Bei der Bezeichnung der Modelle bedeuten:


Eine 'Sonderrolle' spielt der Zuheizer (D3WZ), der zwar fast alle Komponenten einer Wasserstandheizung mit sich bringt, aber nur dann automatisch betrieben wird, wenn der Motor läuft. Er kann aber abhängig von der Ausstattung des T4 mit mehr oder weniger großem Aufwand zu einer Wasserstandheizung aufgerüstet werden; siehe Zuheizer (Aufrüstung).


Vergleich Luft- / Wasserstandheizung[Bearbeiten]

Luftstandheizung[Bearbeiten]

Die Luftstandheizung erwärmt die Innenraumluft direkt über ein in das Heizgerät eingebautes Gebläse, das die Innenraumluft ansaugt und erwärmt wieder abgibt. Sie liefert praktisch sofort nach dem Einschalten warme Luft.

Vorteile

  • Sehr gutes Ansprechverhalten.
  • Sehr effizientes Heizen bei geringem Strombedarf.
  • Gute Regelbarkeit.
  • Geringes Geräuschniveau.

Nachteile

  • Benötigt vergleichweise viel Einbauplatz.
  • Trotz schneller Innenraumerwärmung dauert es sehr lange, bis Scheiben eisfrei sind, weil der Luftstrom im T4 nicht auf die Scheiben gerichtet ist.
  • Eine Motorvorwärmung ist nicht möglich.
  • Vergleichsweise hoher Preis.


Die Luftstandheizung eignet sich für die schnelle und dauerhafte Erwärmung des Innenraums; z.B. beim Camping. Aufgrund der direkten und damit sehr effizienten Erwärmung der Luft sind bei einer Luftstandheizung deutlich geringere Heizleistungen (z.B. 2 kW bei der D2L im Vergleich zu den 4 kW der D4WS) erforderlich, um den großen Innenraum des T4 zu erwärmen.


Wasserstandheizung[Bearbeiten]

Die Wasserstandheizung erwärmt zunächst den Heizkreislauf des Fahrzeuges und dann über den Wärmetauscher und das fahrzeugeigene Gebläse den Innenraum.

Vorteile

  • Kompakte Bauform, wodurch keine hohen Ansprüche an den Einbauort gestellt werden.
  • Bedingt durch die Luftführung (fahrzeugeigenes Gebläse) bekommt man die vorderen Scheiben sehr schnell eisfrei.
  • Motorvorwärmung möglich.
  • Geringere Kosten.

Nachteile

  • Schlechtes Ansprechverhalten, weil zunächst der Heizkreislauf erwärmt werden muss.
  • Geringe Effizienz (Wirkungsgrad), weil viel Wärme im Heizkreislauf verloren geht.
  • Hoher Strombedarf, weil das fahrzeugeigene Gebläse für die Verteilung der erwärmten Luft genutzt werden muss.
  • Geringe Regelbarkeit; zudem sehr träge.
  • Hohe Geräuschentwicklung (außen durch das Heizgerät und innen durch das Gebläse)


Die Wasserstandheizung eignet sich insbesondere für das morgendliche Aufheizen des Innenraums (inkl. Befreien der Scheiben von Eis) und die Vorwärmung des Motors. Für eine dauerhafte Erwärmung des Innenraums (z.B. Camping) ist sie nur eingeschränkt geeignet.


Weblinks[Bearbeiten]