Diskussion:Dieselrücklaufleitung

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Version vom 10. August 2010, 09:39 Uhr von Ralf Ha (Diskussion | Beiträge)
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Hallo,

dieser Artikel ist technisch nicht so ganz korrekt, er wirft die Begriffe 'Dieselrücklaufleitung' (von der ESP zum Tank) und 'Leckölleitung' (von den Einspritzventilen zur ESP) durcheinander.

Die Dieselrücklaufleitung leitet den von der in der ESP integrierten Vorförderpumpe zuviel geförderten Kraftstoff zurück zum Filter bzw. in den Tank

Die Leckölleitung entlüftet die Einspritzventile. Im Raum hinter dem Zapfen (mit den Federn) sammelt sich eine kleine Menge Kraftstoff, die am Zapfen vorbei nach hinten gelangt - trotz der präzisen Läppung der Teile. Dieser Raum hinter dem Zapfen muss aber drucklos sein, also wird der Kraftstoff durch die Leckölleitung zur Pumpe abgeführt (bei manchen Fahrzeugen auch direkt in Tank, nicht beim T4).

Die Frage ist, macht man da besser 2 Artikel draus oder hat jemand eine Idee, wie man das hier besser integrieren kann?

Ralf


Ja, stimmt. Thematisch passt das aber IMO schon in einen Artikel, wenn die Unterschiede klar werden. Beide habe ja in etwa den gleichen Zweck.

Ich habe mal als Entwurf den Artikel abgeändert. Sicher bin ich mir bezüglich des Weges der Leckölleitung von den ESD zum Tank. Unklar ist mir allerdings, woher der Diesel in der Leckölleitung kommt. Laufen die ESD einfach 'über' oder gibt es irgendwo eine Verbindung ESP-Leckölleitung. Ich kann weder auf meinen Bildern noch in Reparaturanleitungen etwas finden.

--Zaydo 19:24, 8. Aug. 2010 (UTC)

Beim Kammerdiesel mündet der Lecköldiesel direkt in den Rücklauf an der ESP. Beim TDI ist es sicher so ähnlich, da habe ich den genauen Aufbau aber nicht vor Augen. Übrigens ist der Rücklauf aus der ESP nicht nur "zu viel geförderter Sprit", sondern da wird der Innendruck der ESP über ein Regelventil reguliert, der abgelassene Sprit geht in den Rücklauf. Die Flügelzellenpumpe ist in dem Sinne keine Vorförderpumpe, sondern Bestandteil der ESP, die auch direkt von der ESP-Welle angetrieben wird und drehzahlabhängig Sprit fördert.

--PölChris 15:50, 9. Aug. 2010 (UTC)


Ich bin mir ziemlich sicher, dass aus dem ESP-Bereich bei meinem 2001er TDI 3 Leitungen Richtung Dieselfilter/Tank gehen. ESP-Vorlauf, -Rücklauf und der weiße Plastikschlauch von der Leckölleitung. Das deckt sich mit den Abbildungen in Edgar. Ich bin allerdings zu faul, bei meinem Bus alles zu zerpflücken, um das zu bestätigen ;-)
Weißt Du denn, woher der Diesel in die Leckölleitung kommt?

--Zaydo 19:11, 9. Aug. 2010 (UTC)

Die Leckölleitungen sind notwendig, weil Dieseleinspritzventile konstruktionsbedingt eine winzige Menge Kraftstoff 'in die falsche Richtung' durchlassen. Der sickert also an dem Zapfen nach hinten in den Raum mit den Federn. Dort darf sich aber kein Druck aufbauen, sonst würde sich ja der Öffnungsdruck ändern (vergrößern). Es ist also ein echtes 'Leck' in den Ventilen. Dieses Lecköl schmiert auch die Ventile. Und die Leckölmenge wird dann abgeführt. Mir ist allerdings auch nicht ganz klar wohin, also Richtung ESP oder direkt Richtung Tank. Würde es einfach Richtung Tank gehen, dürften poröse Leckölleitungen nicht zu verzögerten Starts führen.

Die Flügelzellenpumpe fördert mehr Kraftstoff wie notwendig, über einen Druckregler wird dann ein erhöhter Innendruck in der ESP aufgebaut. Laut 'Kraftfahrtechnisches Taschenbuch' (Bosch, 22. Auflage) beträgt bei Verteilerpumpen der Innendruck drehzahlabhängig 1,5 - 8 bar. Der überschüssige Kraftstoff geht zurück zum Filter bzw. - bei ausreichender Temperatur ('Knackfrosch') - in den Tank

--Ralf 07:39, 10. Aug. 2010 (UTC)