Glühkerze (Heizung)

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Dieser Artikel behandelt ausschließlich die in den T4-Standheizungen eingesetzten Glühkerzen. Die Glühkerzen für den Motor werden im Artikel Glühkerze behandelt.

Gebrauchte Glühkerze für D4WS

Funktion[Bearbeiten]

Die Glühkerze (auch Glühstift oder Glühstiftkerze) dient der Vorwärmung der Brennkammer der Standheizung sowie zum ersten Entzünden des eingespritzten Kraftstoff-Luft-Gemisches. Nach der Startphase der Standheizung (ca. 90 Sekunden) wird die Glühkerze nicht mehr bestromt.

Die Glühkerze besteht aus einer Wendel, die mit einem Isolationspulver (z. B. Magnesia) in ein Stahlrohr eingepresst ist. Die Wendel selbst besteht aus zwei Teilen, der Glühwendel in der Spitze und der Regelwendel im hinteren Teil. Die Glühwendel besteht aus einem hochlegierten Stahl mit temperaturunabhängigem Widerstand, die Regelwendel hat dagegen einem mit der Temperatur ansteigenden Widerstand. Damit ergibt sich bei kalter Kerze ein schnelles Aufheizen besonders an der Spitze und eine Abregelung sobald auch der Bereich der Regelwendel erwärmt ist (Quelle: Wikipedia.de, siehe Weblinks).

Bei allen T4 kommen ab Werk metallische Glühkerzen in den Standheizungen zum Einsatz. Ein Umstieg auf schneller aufheizende und heissere keramische Glühkerzen ist aber möglich sein. Es sind entweder Glühkerzen von Bosch oder Beru verbaut.

Die Glühkerzen erreichen Temperaturen bis ca. 800°C und ziehen einen Strom von bis zu ca. 10 Ampere. Ihr elektrischer Widerstand sollte kalt in der Größenordnung von ca. 1 Ohm liegen.


Einbauort[Bearbeiten]

Die Glühkerzen sind direkt in die Brennkammer des Heizgerätes geschraubt. Siehe dazu auch die Artikel zu den unterschiedlichen Standheizungen.

Einbauort D4WS
Einbauort D3L


Ausbau[Bearbeiten]

Siehe Artikel zu den entsprechenden Standheizungen; für den Zuheizer bzw. die Wasserstandheizung D4WS: Zuheizer (Glühstiftwechsel).


Teilenummern[Bearbeiten]

Teilenummer Bezeichnung Ersatztyp Preis (2010)
7D0 963 319 Glühkerze für Zuheizer und Wasserstandheizung Beru GH001 (0 100 226 340 / 0 100 226 228) ca. 57 Euro
251 963 319 D Glühkerze für Diesel-Luftstandheizung D2L Beru GH408(GS) (0 102 123 203) ca. 32 Euro
251 963 319 C Glühkerze für Benzin-Luftstandheizung B2L unsicher: Beru GH30 (0 105 100 021) ca. 56 Euro
701 963 319 Glühkerze für Benzin/Diesel-Luftstandheizung B/D3L ? ca. 56 Euro


Beru GH001 - alt/neu


Mit Vorsicht sind die in manchen Foren angepriesenen Keramik-Glühkerzen als Ersatz für die original verbauten zu genießen. Einige Steuergeräteversionen des Zuheizers könnten wegen des höheren Einschaltstroms Schaden nehmen, weswegen diese Glühkerzen - unter Berufung auf Eberspächer - von unterschiedlichen Stellen als nicht für den Zuheizer zugelassen deklariert werden.


Schaltbild und Anschluss[Bearbeiten]

Die Einbindung in die Elektrik der Standheizung ist im Artikel zur jeweiligen Standheizung beschrieben.


Eigendiagnose, Prüfung und Störungen[Bearbeiten]

Eigendiagnose[Bearbeiten]

Die Glühkerzen sind in der Regel über die Steuergeräte der Standheizungen diagnosefähig. Siehe dazu den Artikel zur jeweiligen Standheizung.


Prüfung[Bearbeiten]

Die Prüfung der Glühkerzen erfolgt im Wesentlichen über eine Messung der Stromaufnahme während des Glühens sowie über eine Widerstandmessung. Dabei ist die maximal zulässige Spannung an der Glühkerze zu beachten, die häufig nur bei 8 V liegt. Spannungen darüber schädigen die Glühkerze und verkürzen die Lebensdauer erheblich.Zudem ist bei von 8 Volt abweichenden Spannungen ene zuverlässige Prüfung über den Strom kaum möglich.
In der Regel zieht die Glühkerze (für die im T4 verbauten Heizungen) bei einem Widerstand in der Größenordnung von 1 Ohm einen Strom von ca. 7 bis 9,5 A.

Wenn die erforderlichen Messgeräte fehlen, kann man die Glühkerze zumindest rudimentär durch eine Spannung in der Größenordnung von 5 bis 8 V testen: nach Anlegen der Spannung sollte sie innerhalb kurzer Zeit an der Spitze beginnend anfangen zu glühen.


Störungen[Bearbeiten]

Glühkerzen sind Verschleißteile, die unvermeidlich in der Leistung nachlassen und letztendlich ausfallen. Defekte führen in der Regel zu einem schlechten Startverhalten der Standheizung mit Qualmentwicklung, zu sporadischen Aussetzern der Heizung bis hin zum völligen Ausfall der Standheizung.