Relaisschaltung für Scheinwerfer

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Eine Relaisschaltung für die Scheinwerfer soll den Widerstand, den die zwischen Batterie und Glühlampe verbauten Schalter wie der Zündanlassschalter, den Lichtschalter und den Schalter für Handabblendung und Lichthupe erzeugen, umgehen und die nahezu volle Spannung auf die Glühlampe bringen und so zu maximaler Leuchtstärke der Leuchtmittel führen.

Variante nach RobertP (T4Forum)

Hier ist eine Schaltung für T4 mit dem großen Leitungsverteiler oberhalb der Zentralelektrik beschrieben.

Aufgebaute Schaltung

Vorüberlegung

Der unerwünschte Spannungsabfall kommt schätzungsweise zu 90% von dem Weg, den der Strom über die vielen Schalter gehen muss, die aufgrund der vielen mechanischen Kontakte elektrisch stark verschleißen, was wiederum zu noch mehr Verlust führt. Die Leitungen, die Werksseitig verbaut worden sind, sind den Strömen von bis zu sieben Ampère, unter der Annahme, dass 1mm² 10A schafft, locker gewachsen. Der Spannungsabfall von der Batterie zum Leitungsverteiler (Kl.30) ist ebenfalls - bei den 14A - verschwindend gering.

Umsetzung

Es werden zwei Relais oberhalb der ZE angebracht und in die Leitungen von den Mehrfachsteckern im Leitungsstrang Lenkstockschalter (J/1 und J/3) eingeschleift. Versorgt werden die Relais direkt vom Leitungsverteiler Kl.30. Die Leitungen zu den Scheinwerfern bleiben weiterhin über die ZE mit je 10A abgesichert. Dazu muss man nur die Leitungen für das Abblendlicht und Fernlicht am Mehrfachstecker J auftrennen (besser: auspinnen und ein neues Kabel vom Mehrfachstecker zum Relais ziehen) und an die Spule des Relais legen. Die andere Seite der Spule bekommt 'Masse', die direkt am Massestern nebenan angeschlossen wird. Achtung: Der Massestern ab MJ99 hat einen inneren und einen äußeren Ring. Der innere Ring nimmt Steckverbinder (701 906 231) mit einem 2,8mm Kontakt auf, der äußere welche (3A0 972 751 H) mit 4,8mm Kontakt. Der noch freie Arbeitskontakt (87) wird mit dem Scheinwerferseitigen (ggf. ausgepinnten) Kabel verbunden.

Elektrik Mehrfachstecker J Relaisschaltung.JPG
Elektrik Ausgepinnte Kabel und Kabel von den Relais.JPG

Schaltbild und Anschluss

Anschluss der Relais zwischen Lenkstockschalter und der ZE

Teilenummern

Für den Nachbau dieser Relaisschaltung braucht man:

  • Zwei Relaishalter, zwei Relais, ein paar Kabelschuhe oder Einzelleitungen und die passenden Flachkontaktgehäuse.
Teilenummer Bezeichnung Preis (2013) Hinweise Anzahl
161 937 501 B Relaishalter, neunpolig ca. 4,00 Euro Relaishalter, der oberhalb der ZE eingesteckt wird und das Relais hält 2
701 906 231 Flachkontaktgehäuse (2,8mm) ca. 2,50 Euro Für den inneren Ring des Massesterns 1
3A0 972 751 H Flachkontaktgehäuse (4,8mm) ca. 1,50 Euro Für den äußeren Ring des Massesterns 1
7D0 937 711 Flachkontaktgehäuse (4,8mm) ca. 1,00 Euro Für Dauerplus im Leitungsverteiler ab MJ99 2
000 979 130 Einzelleitung (1,0 mm²) ca. 1,55 Euro Einzelleitung für Flachkontaktgehäuse 191 972 761 vom ausgepinnten ZE-Kabel zum Relaishalter 2
191 972 761 Flachkontaktgehäuse (4,8mm) ca. 2,50 Euro Flachkontaktgehause für die Verbindung des ausgepinnten Kabels aus dem Mehrfachstecker mit dem Kabel bis zum Relais 2
000 979 227 Einzelleitung (2,5 mm²) ca. 1,55 Euro Einzelleitung für Flachkontaktgehäuse an der ZE zum Relaishalter und vom Leitungsverteiler Kl.30 zum Relaishalter 4
191 972 751 Flachkontaktgehäuse (4,8mm) ca. 2,50 Euro Flachkontaktgehause für die Verbindung des Kabels zum Relais mit dem ausgepinnten Kabel aus dem Mehrfachstecker (Gegenstück zu 191 972 761) 2
N 017 490 7 Buchsenkontakt (6,3mm) ca. 0,43 Euro Kabelschuh 6,3mm mit Rastnase für den Relaishalter 8
8D0 951 253 A Arbeitskontaktrelais ca. 20,00 Euro Ein einfaches Relais, auch wesentlich günstiger zu haben ;-) 2

Selbstverständlich kann man statt der Einzelleitungen die entsprechenden Buchsenkontakte(1) und normale KFZ-Kabel nehmen.

1) Die 2,8mm Buchsenkontakte heißen Junior Power Timer, die 4,8mm Buchsenkontakte Standard (Senior) Power Timer und die Kabelschuhe für den Relaishalter findet man unter der Bezeichnung Flachsteckhülse unisoliert mit Rastnase oder FASTON 6,3mm

Vorteile und Nachteile gegenüber der Relaisschaltung im Motorraum

  • Die Tagfahrlichtschaltung nach der Werksverkabelung wird weiterhin gedimmt möglich sein, weil die Relais vor dem TFL-Kontakt eingeschleift werden.
  • Durch den Aufbau oberhalb der Zentralelektrik muss die Schaltung nicht 'Wasserfest' sein.
  • Kein Plug&Play, eher PinOut&PinIn ;-)
  • Wesentlich geringerer Bauteile- und Kabelaufwand, vor allem keine Steckergehäuse für die Scheinwerferstecker (v.a. LV) nötig.

Einbauanleitung

Eine Einbauanleitung ist hier zu finden: Medium:Einbauanleitung_H4BoosterLight.pdf