Heckbox: Unterschied zwischen den Versionen
| (30 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 133: | Zeile 133: | ||
=== Heckbox im Campingeinsatz === | === Heckbox im Campingeinsatz === | ||
{| | {| | ||
|[[Bild:hk001.jpg|thumb|none| | |[[Bild:hk001.jpg|thumb|none|330px|Ablage / Kochgelegenheit]] | ||
|[[Bild:hk002.jpg|thumb|none| | |[[Bild:hk002.jpg|thumb|none|330px|Offene Heckklappe mit leerer Box]] | ||
|[[Bild:hk003.jpg|thumb|none|250px|Offene Heckklappe mit leerer Box]] | |[[Bild:hk003.jpg|thumb|none|250px|Offene Heckklappe mit leerer Box]] | ||
|[[Bild:hk004.jpg|thumb|none| | |[[Bild:hk004.jpg|thumb|none|290px|Offene Heckklappe mit leerer Box]] | ||
|} | |} | ||
<br> | <br> | ||
| Zeile 144: | Zeile 144: | ||
== Aluminium-Heckbox auf dem Atera Strada DL3 Fahrradträger== | == Aluminium-Heckbox auf dem Atera Strada DL3 Fahrradträger== | ||
=== | === Vorüberlegungen === | ||
Die Heckbox als Stauraumvolumenerweiterung, beim T5 California Beach eine interessante Option.<br> | |||
Grundsätzlich sind mehrere Varianten in verschiedenen Kombinationen möglich:<br> | |||
1. Trägersysteme: Heckklappenträger oder AHK-Träger <br> | |||
2. Boxensysteme: Flexible "Bag"-Box oder feste "Alu"-Box (Metallbox, Holzbox, o.ä) | |||
<br> | |||
Die diversen Heckbox-Systeme zeigen variable Einsatzmöglichkeiten, unterschiedliche Kostenstrukturen, eventuelle Mehrfachnutzungen und die Auswahl unterliegt letztendlich der persönlichen Präferenz. | |||
<br> | |||
<br> | |||
=== Anforderungen === | |||
Auf Grund der langjährigen Erfahrungen mit der Heckbox im T4-Bereich wurden folgende Anforderungen fixiert:<br> | |||
* Alubox D 163 (lxbxh) wird als Box (weiter-) verwendet | |||
* AHK-Träger statt Heckklappenträger, die Box soll besser zugänglich sein | |||
* Sichere formschlüssige Fixierung auf dem AHK-Träger, keine Spanngurte o.ä. | |||
* Schnelle Montage bzw. Demontage der Alubox auf dem AHK-Träger | |||
* Öffnung der Heckklappe bei montierter Alubox auf dem AHK-Träger muss möglich sein | |||
* Vollauszug des integrierten Heckauszuges bei montiertem AHK-Träger mit Alubox muss gegeben sein | |||
* Die Alubox sollte am Campingplatz weitere Nutzungsmöglichkeiten bieten, gut zugänglich sein, keinen Platzbedarf im Vorzelt erfordern. | |||
<br> | |||
=== Varianten des AHK-Trägers === | |||
1. AHK-Plattformträger<br> | |||
2. AHK-Boxenträgersystem<br> | |||
3. AHK-Fahrradträger<br> | |||
<br> | |||
Den sehr einfach aufgebauten Plattformträgern, deren Belastungsgrenzen schnell erreicht werden, fehlen i.d.R. mehrere wichtige Aspekte:<br> | |||
Das Öffnen der Heckklappe und das Ausziehen des Heckauszuges bei montiertem Träger + Alubox ist nicht möglich.<br> | |||
Die angebotenen Boxenträgersysteme sind teilweise umständlich abzuklappen und teuer.<br><br> | |||
Insbesondere beim zwangsweisen Zukauf zusätzliche Erweiterungssätze, die z.b. den Fahrradtransport statt dem Boxentransport ermöglichen.<br> | |||
Der klassische AHK-Fahrradträger, das Multifunktionsteil.<br><br> | |||
Im T5-Bereich sind nur einige AHK-Träger in der Lage, die o.g. Anforderungen zu erfüllen.<br> | |||
Unter diesen Trägern finden sich 2 Varianten, die die Box bzw. die Fahrräder von der Heckklappe wegbewegen um die Heckklappe öffnen zu können:<br><br> | |||
* Abklappen - die Box bzw. Fahrräder werden im 90 ° Winkel abgeklappt.<br> | |||
* Abschwenken - die Box bzw. Fahrräder werden auf einem Rollensystem von der Heckklappe weg, leicht schräg nach unten, abgeschwenkt.<br><br> | |||
Das Abschwenken hat einen wesentlichen Vorteil, die Box kann im abgeschwenkten Zustand gut genutzt werden kann, da der Deckel immer noch nach oben zu öffnen ist.<br> | |||
Beim konkreten Abklappen liegt die Box praktisch quer zur eigentlichen Nutzungsebene und kann in diesem Zustand nicht geöffnet werden. Der Inhalt würde aus der Box fallen.<br> | |||
<br> | |||
=== Die Auswahl: Atera Strada DL 3 === | |||
Dieser AHK-Fahrradträger erfüllt die gewünschten Anforderungen bei vertretbaren Kosten und Umbauaufwand. | |||
=== Das Befestigungssystem auf dem Atera Strada DL 3 === | |||
Das Aluprofil 30x30 bietet eine stabile und preiswerte Möglichkeit ein Trägersystem auf den Aluschienen des AHK-Trägers zu fixieren. Das Profil kann, nach spanender Bearbeitung, die Winkelstellung der Fahrradschienen ausgleichen und stellt die Basis für die Aufnahme der Alubox dar. Die Rohrschelle Durchmesser 30 mm hält die Alubox an der Rückwand oben und erhöht die Stabilität des Befestigungssystems.<br> | |||
Materialliste:<br> | |||
* Aluprofil 30 mm x 30 mm x 500 mm / 2 Stück | |||
* Nutensteine M 8 für Aluprofil 30x30 / 4 Stück | |||
* Abdeckkappen für das Aluprofil / 4 Stück | |||
* Zylinderschrauben M 6 40 mm / 6 Stück | |||
* Nutensteine M 6 für Fahrradschienen Atera AHK-Träger / 6 Stück | |||
* Rohrschelle Durchmesser 30 mm / 2 Stück | |||
* Zylinderschraube M 6 40 mm / 2 Stück | |||
=== Demontage des Originalträgers: === | |||
Die sechs Radschalen müssen und die drei Fahrradbügelhalter könnten entfernt werden.<br> | |||
Die sechs Kunststoffendstücke aus den einzelnen Schienen entnehmen, die sechs Radsschalen aus den Schienen herausschieben.<br> | |||
Jetzt ist der Atera Strada DL 3 aufbaubereit.<br> | |||
<br> | |||
=== Herstellung und Montage des Boxen-Befestigungssystems === | |||
Am AHK-Träger werden 4 Elemente verschraubt und damit die Voraussetzung geschaffen die AluBox sicher und funktionsfähig zu fixieren:<br> | |||
* AluProfil 30 mm x 30 mm x 500 mm (2x) mit Winkelausgleich | |||
* Rohrschelle Durchmesser 30 mm mit Gewindeadapter (2x) | |||
* Gewindestange M 8 (ca. 8 cm lang) (2x) | |||
* Alu-Vierkantrohr oder Alu-Rundrohr (ca. 4 cm) (2x) | |||
* Muttern M 8 (4x) | |||
* Flügelmuttern M 8 (2x) | |||
<br> | |||
Das Schienensystem des AHK-Trägers läuft v4on außen nach innen schräg nach oben. Diesen Winkel gilt es auszugleichen und eine parallele Montageebene herzustellen. Dazu werden, entsprechendder Profilierung des AHK-Trägersystems, invers zum Neigungswinkel, Nuten in das Aluprofil 30x30 eingearbeitet, das die erforderliche Fixierungsmöglichkeit bietet.<br> | |||
<br> | |||
{| | {| | ||
|[[Bild: | |[[Bild:traegerbefestigung01.jpg|thumb|none|360px|]] | ||
|[[Bild:traegerbefestigung02.jpg|thumb|none|250px|]] | |||
|[[Bild: | |||
|} | |} | ||
<br> | |||
Im Abstand des AHK-Schienensystems werden M6-Senkkopf-Bohrungen eingebracht und das Profil 30x30 mit einfachen Nutensteinen (analog der Originalnutensteine) auf dem AHK-Schienensystemverschraubt. | |||
<br> | |||
{| | |||
|[[Bild:traegerbefestigung.jpg|thumb|none|350px|]] | |||
|} | |||
<br> | |||
Die beiden Profile 30x30 sind in einem Abstand von 680 mm parallel und mittig zum AHK-Träger auszurichten. Vor der Montage auf dem AHK-Schienensystem jeweils 2 schwere Nutensteine M8einschieben und die Abdeckkappen mit einem Hammer einschlagen.<br> | |||
Die Rohrschellen (30 mm) am Bügel des Trägers verschrauben.<br> | |||
Die Gewindestangen in die Rohrschellen einschrauben, mit M 8 - Mutter kontern, den Vierkantrohr-Abstandshalter aufschieben, ebenfalls mit M 8 - Mutter kontern.<br> | |||
<br> | |||
{| | |||
|[[Bild:boxrohrschelle01.jpg|thumb|none|250px|]] | |||
|[[Bild:boxrohrschelle02.jpg|thumb|none|390px|]] | |||
|} | |||
<br> | |||
Der Umbau des AHK-Trägers ist abgeschlossen, das Boxen-Befestigungssystem ist bereit die Alubox aufzunehmen. | |||
<br> | |||
<br> | |||
=== Das Befestigungssystem der D 163 Alubox === | |||
Am Boden der Alubox wird ebenfalls das Profil 30x30 verschraubt, an der Rückseite der Alubox Bohrungen eingebracht und dadurch das Fixieren der AluBox auf dem Befestigungssystem des Atera ermöglicht.<br> | |||
Materialliste:<br> | |||
* Aluprofil 30 mm x 30 mm x 380 mm / 2 Stück | |||
* Nutensteine M 6 für Aluprofil 30x30 / 4 Stück | |||
* Würfelverbinder mit Schrauben für das Aluprofil / 4 Stück | |||
* Senkkopfschrauben M 6 16 mm / 6 Stück | |||
* Alu-Flach 40 mm x 2 mm x 1000 mm / 1 Stück | |||
* Nieten Durchmesser 4 mm / 10 mm lang (4x)<br> | |||
Der Deckel sowie der Boden der D 163 ist mit einem Sickenprofilblech versteift. Dadurch wird gewährleistet, dass sich weder Boden noch Deckel auswölben oder unter Last verformen. Darüberhinaus stabilisiert eine umlaufende breite Alukante am Boden die Form der Alubox. Das Aluprofil 30x30 übernimmt die Aufgabe einer Quertraverse, die von unten im Bodenbereich verschraubt wird. Das Sickenprofilblech und die umlaufende Alukante müssen wiederum im spanabhebenden Verfahren in das Profil 30x30 eingearbeitet werden. Die beiden Profile 30x30 werden durch das Bodenblechverschraubt und stirnseitig mit einem Würfelverbinder versehen.<br> | |||
<br> | |||
{| | |||
|[[Bild:boxtraversen.jpg|thumb|none|350px|]] | |||
|[[Bild:boxtraversen01.jpg|thumb|none|400px|]] | |||
|} | |||
<br> | |||
Das Bodenblech selbst ist eher dünn, deshalb wird die Belastungsfläche der Verschraubung in der Box durch große Beilagscheiben oder Alu-Flach-Blech deutlich vergrößert. | |||
<br> | |||
{| | |||
|[[Bild:boxtraversen02.jpg|thumb|none|250px|]] | |||
|} | |||
<br> | |||
Abschließend werden die beiden Bohrungen - passend zu den Rohrschellenpositionen am AHK-Bügel - eingebracht und mittels Alu-Flach-Blech und Nieten versteift.<br> | |||
<br> | |||
{| | |||
|[[Bild:boxrohrschelle02.jpg|thumb|none|300px|]] | |||
|} | |||
<br> | |||
Die AluBox ist nun passend modifiziert und kann auf dem Atera montiert werden.<br> | |||
<br> | |||
=== Die Montage / Demontage der Alubox auf dem AHK-Träger === | |||
Die Alubox wird im leeren Zustand auf den AHK-Träger aufgesetzt, die Quertraversen der Box liegen auf den Befestigungsschienen des Trägers. Die 4 M8-Schrauben werden in den Nutensteinen locker verschraubt, die Rückwandflügelmuttern (Rohrschellen) fest angezogen. Dadurch wird die Alubox im Quertraversen / Befestigungsschienenbereich richtig positioniert. Im letzten Schritt die 4 Schrauben in den Würfelverbindern der Quertraversen anziehen und die Box sitzt sauber auf dem Atera - AHK-Träger.<br> | |||
<br> | |||
{| | |||
|[[Bild:boxauftraeger01.jpg|thumb|none|340px|]] | |||
|[[Bild:boxbefestigungvorn.jpg|thumb|none|250px|]] | |||
|[[Bild:boxbefestigunghinten.jpg|thumb|none|250px|]] | |||
|[[Bild:boxauftraegerdeckeloffen.jpg|thumb|none|280px|]] | |||
|} | |||
<br> | |||
Nun kann die Box beladen werden.<br> | |||
Die Demontage erfolgt analog. Die Box entladen (nicht zwingend erforderlich, aber rückenschonender), die 4 Würfelverbindungsschrauben lösen, die Flügelmuttern der Rückwand lösen und die Boxabnehmen.<br> | |||
<br> | |||
=== Die Nutzung der Alubox auf dem AHK-Träger === | |||
Die Alubox auf dem AHK-Träger nimmt diverse Campingutensilien auf und erweitert den Stauraum des California (Beach).<br> | |||
Die Heckklappe kann nach dem Abschwenken der Box auf dem AHK-Träger problemlos geöffnet werden, der Spalt beträgt ca. 4 cm.<br> | |||
Der im Beach verbaute Heckauszug, 700 mm Auszugslänge, kann voll ausgezogen und be- bzw. entladen werden. | |||
<br> | |||
<br> | |||
{| | |||
|[[Bild:aluboxahkbeach06.jpg|thumb|none|570px|]] | |||
|[[Bild:D163DL3.jpeg|thumb|none|270px|]] | |||
|[[Bild:DL3Heckauszug.jpeg|thumb|none|290px|]] | |||
|[[Bild:aluboxahkbeach03.jpg|thumb|none|220px|]] | |||
|} | |||
<br> | |||
Darüber hinaus kann die Alubox (bei guten Witterung und entsprechender Optimierung) als externe Außenküche oder schnelle Arbeitplatte (auf dem Träger montiert) genutzt werden.<br> | |||
{| | |||
|[[Bild:ateraalubox01.jpg|thumb|none|400px|]] | |||
|[[Bild:D163Heckküche.jpeg|thumb|none|400px|]] | |||
|} | |||
<br> | |||
<br> | <br> | ||
Aktuelle Version vom 2. August 2025, 09:20 Uhr
Heckbox
Eine Heckbox erweitert das Ladungsvolumen, insbesondere bei Urlaubsreisen, konkret beim Camping, erheblich.
Beim T4 bieten sich verschiedene Varianten der Heckbox bezüglich Befestigung, Volumen, Nutzungsanforderungen und Kosten an.
Aluminium-Heckbox auf Fiamma-Fahrradträger
Der oft vorhandene Fahrradträger, fixiert an der Heckklappe, bietet sich als Trägersystem für die Heckbox geradezu an.
Die Schienen für den Fahrradtransport können, müssen aber, je nach Ausführung der Box, nicht unbedingt entfernt werden.
Bei dem System Aluminium-Box auf Fiamma-Fahrradträger sind folgende Anforderungen erfüllt:
- Wasserdichter Transport
- Abschließbar - Diebstahlschutz
- Mechanische, formschlüssige Fixierung
- Gewichtminimierung - Heckklappenöffnung bei voller Beladung möglich
- Volumenmaximierung - bei min. 120cm Länge
- Höhenoptimierung - Durchsicht durch das Heckfenster
- Bedienbarkeit
- Kosten - Nutzen
Nutzung im Urlaub
Die Heckbox ist die optimale Transportebene für diverse, oft sperrige Campingartikel:
- Campingtisch (Alu-Klapptisch 110x70x70)
- 4 x Falthocker
- 2 x Faltstuhl
- Campingkeile
- Teppich für das Zelt
- Sonnensegel
- Sonnensegelgestänge
- Häringe, Hammer, sämtliche Zeltaufbauutensilien
- komplette Stromversorgung (Verlängerungskabel, Adapter, ...)
Die Alu-Box D 163 hat folgende Außenabmaße: ca. 120cm x 38cm x 42cm / 163l Volumen
Das Leergewicht der Alu-Box beträgt 9,5kg
Das Gesamtgewicht (Alubox+Inhalt) beträgt ca. 45kg.
Das stellt für den Fiamma-Träger kein Problem dar. Der Härtetest waren 6000km quer durch Skandinavien.
Darüberhinaus bietet das externe Transportvolumen auch eine campingplatzaufbautechnische Optimierung an.
Das im Bild sichtbare Wurfzelt (verpackt quasi ein flaches Rad mit 90cm Durchmesser) "steht" im T4 am Kückenblock und kann einfach entnommen werden.
Alle anderen CP-Artikel sind in der Heckbox einfach verfügbar und zugänglich. Der T4 bzw. dessen Innenraumbeladung wird nicht tangiert.
Der erfahrene T4-Umräum-Camper wird den Vorteil sofort erkennen.
Am Campingplatz bietet die dann leere Box die Möglichkeit diversen, täglich genutzten (Kinder-)Kram schnell, wasserdicht und diebstahlsicher zu verstauen.
Die Heckklappe + Alu-Box (leer) + Fiamma-Träger kann leicht geöffnet werden.
Allerdings sind die Gasdruckdämpfer (3 Ringe xxxN) ganz knapp nicht mehr in der Lage die Klappe sicher geöffnet zu halten.
Es bietet sich die Nutzung von Abstandshaltern an.
Bei voller Beladung der Alu-Box kann die Heckklappe ebenfalls geöffnet werden, aber die Öffungsdauer zur Entnahme von Gegenständen aus dem Heckbereich sollte möglichst kurz sein. Das Halten der Heckklappe ist dann schon ein Kraftakt. Falls zwei Personen die Klappe halten, ist es erheblich einfacher.
Aber generell ist das Öffnen der Heckklappe zu jedem Zeitpunkt gut möglich.
Befestigung der Heckbox
Die Fahrradbefestigungssytemeinheiten werden alle entfernt.
Die Alu-Box verfügt eine Dreipunkt-Befestigung.
Die beiden roten Fixierungspunkte übernehmen die horizontalen Kräfte in Fahrrichtung (Beschleunigung / Verzögerung) und die dynamischen auftretenden vertikalen Kräfte (Bodenwellen / Fahrbahnunebenheiten). Die blauen Fixierungpunkte übernehmen die quer zur Fahrtrichtung auftretenden Kräfte (Kurven / Zentripedalkraftanteil).
Die Alu-Box muss an der oberen Kante etwas Abstand zum Träger aufweisen, sonst kann der Deckel nicht geöffnet werden. Hier ist ein Kompromiss nötig, auf Grund der auftretenden Kräfte sollte die Box möglichst nah am Träger befestigt werden, allerdings sollte der noch mögliche Öffnungswinkel des Deckels die Nutzung ausreichend gewährleisten.
Diese Problematik wurde mit zwei Befestigungs-Abstands-Haltern, wie auf dem Bild sichtbar, gelöst.
Um die Rückwand der Alu-Box in deren Steifigkeit zu verbessern, wurde pro Halter ein Alu-Flach außen aufgenietet.
Eine Schloßschraube in Verbindung mit einem Rohr (das den Abstand zwischen Träger und Box einstellt) und zwei Klemmbleche stellt die stabile Halterung in diesem Bereich dar. Innen wird eine Beilagscheibe + Flügelmutter verwendet. So kann die Box schnell und problemlos auch unterwegs abgenommen werden und mit komplettem Inhalt temporär im T4 quer vor der Rückbank transportiert werden. Anwendungsfall: Fähre oder Hurtigrutenreise (Fahrzeuglänge wird dann Fahrpreisorientiert optmiert).
An der Querstrebe des Trägers wird die Alu-Box mit zwei Aluwinkeln (siehe Bild) links und rechts befestigt. Die Bohrung am Trägerrohr ist vorhanden. Die drei Bohrungen an der Box treffen nicht auf den nutzbaren Innenraum, sondern auf den Aluversteifungsrahmen an der Außenseite der Alu-Box. Entsprechend wird ein M6-Innengewinde in den Alurahmen geschnitten und anschließend der Winkel mit drei Schrauben verschraubt. Die Querstrebe ist teleskopartig ausziehbar (je nach Anzahl der Räder). Die Strebe wird entsprechend der Tiefe der Box ausgezogen, dann muß je eine Fixierungsbohrung mit Verschraubung im Teleskopbereich unter der Box angebracht werden. Diese dienen nicht zur Befestigung der Alu-Box, sondern lediglich zur Stabiliserung der Teleskopposition der Querstrebe.
Die Zentripalkräfte werden durch 4 einfache Nuten im Aluversteifungsrahmen der Box, die in den steifen Teil der Klappscharniere des Trägers greifen, aufgenommen. Die Nuten verletzen ebenfalls nicht den Innenraum. Die Alu-Box kann somit niemals "zur Seite" auf dem Träger verrutschen.
Das weiche Alu kann sehr gut mit eine Feile entsprechend bearbeitet werden.
Die Alu-Box bietet mit 120cm Breite einen optimalen Kompromiss zwischen Nutzungsmöglichkeiten (110cm Tisch) und Fahrdynamik, Fahrzeugabmessungen. Die Höhe von 38cm ermöglicht noch ca. 80% Durchsicht durch das Heckfenster und die Gesamthöhe auf dem Träger kann gut für das Be- und Entladen bei normaler Körpergröße bedient werden. Die Tiefe von 35cm bei einem Gesamtgewicht von ca. 50kg ermöglicht ebenfalls einen guten statischen Gesamtaufbau, der Kräfteverlauf bleibt noch nahe am Fahrzeug. In diesem Fall entstehen kaum nennenswerte Biegemomente, bedingt durch die geringe Ausladung nach hinten.
Die formschlüssige Befestigung an sechs Punkten garantiert eine stabile starre Verbindung mit dem Träger.
Die Aluminium-Box findet bequem Platz vor der Rückbank im Multivan. So kann auch eine kurze Strecke (z.B. CP zum Fährhafen) für Mitreisende auf der Rückbank absolviert werden. Im Bild sieht man auch das o.g. graue Wurfzelt (stehend neben dem roten Küchenmodul). Und die vorbereiteten Reisetaschen für die 5 Tage-Reise Kirkenes-Bergen auf dem Hurtigrutenschiff MS Finnmarken.
So können Fährkosten, die sich an der Fahrzeuglänge orientieren, optimiert werden.
Fazit
Die Aluminium-Box auf dem Fiamma-Träger stellt eine stabile, wasserdichte, externe und umfangreich nutzbare Ladevolumenerweiterung des T4 dar.
Die Gewichtskapazität sollte nicht der Volumennutzung untergeordnet werden, ein maximales Einsatzgesamtgewicht von 45kg ist gut und sicher vertretbar.
Eine intelligente Ladungsentscheidung ermöglicht grundsätzlich eine deutliche Minimierung des Umräumaufwandes bei einer Rundreise. Darüberhinaus können mehrere Personen gleichzeitig CP-Auf- bzw. Abbauarbeiten übernehmen. Parallel innen im T4 und eben außen am T4.
Die Entscheidung Heckklappenfahrradträger + Alu-Box statt AHK-Träger + Alu-Box wurde auf Grund von drei Kriterien getroffen:
- Heckklappenträger war bereits vorhanden
- Öffnen der Heckklappe in jedem Zustand
- Einfacher und kompletter Abbau für die Fährennutzung (Fahrzeuglänge)
Neben dem vorhandenen Fiamma-Heckträger nochmals ein AHK-Trägersystem kaufen (finanzielle Entscheidung) und dieses weitere System zusätzlich einlagern (räumliche Entscheidung). Nein, das wollten wir nicht.
Aber vor allem sollte die Heckklappe jederzeit zu Öffnen sein. Im T4 ist eine Heckschublade verbaut, deren Nutzung nicht mehr möglich wäre, falls die Alu-Box + Trägersystem die Öffung der Heckklappe nachhaltig versperrt.
Für eine Reise mit der Nutzung von großen und langen Fährfahrten (z.B. Skandinavien, Griechenland, u.ä.) kann die Gesamtlänge durchaus ein finanzielles Thema werden. Die Alu-Box kann abgenommen werden, findet temporär Platz im Bus und der Heckträger wird hochgeklappt.
Dann ist die Originalfahrzeuglänge vorhanden.
Als Nachteil wurde dann i. w. die reduzierte Gewichtsladekapazität in Kauf genommen.
Heckbox im Campingeinsatz
Aluminium-Heckbox auf dem Atera Strada DL3 Fahrradträger
Vorüberlegungen
Die Heckbox als Stauraumvolumenerweiterung, beim T5 California Beach eine interessante Option.
Grundsätzlich sind mehrere Varianten in verschiedenen Kombinationen möglich:
1. Trägersysteme: Heckklappenträger oder AHK-Träger
2. Boxensysteme: Flexible "Bag"-Box oder feste "Alu"-Box (Metallbox, Holzbox, o.ä)
Die diversen Heckbox-Systeme zeigen variable Einsatzmöglichkeiten, unterschiedliche Kostenstrukturen, eventuelle Mehrfachnutzungen und die Auswahl unterliegt letztendlich der persönlichen Präferenz.
Anforderungen
Auf Grund der langjährigen Erfahrungen mit der Heckbox im T4-Bereich wurden folgende Anforderungen fixiert:
- Alubox D 163 (lxbxh) wird als Box (weiter-) verwendet
- AHK-Träger statt Heckklappenträger, die Box soll besser zugänglich sein
- Sichere formschlüssige Fixierung auf dem AHK-Träger, keine Spanngurte o.ä.
- Schnelle Montage bzw. Demontage der Alubox auf dem AHK-Träger
- Öffnung der Heckklappe bei montierter Alubox auf dem AHK-Träger muss möglich sein
- Vollauszug des integrierten Heckauszuges bei montiertem AHK-Träger mit Alubox muss gegeben sein
- Die Alubox sollte am Campingplatz weitere Nutzungsmöglichkeiten bieten, gut zugänglich sein, keinen Platzbedarf im Vorzelt erfordern.
Varianten des AHK-Trägers
1. AHK-Plattformträger
2. AHK-Boxenträgersystem
3. AHK-Fahrradträger
Den sehr einfach aufgebauten Plattformträgern, deren Belastungsgrenzen schnell erreicht werden, fehlen i.d.R. mehrere wichtige Aspekte:
Das Öffnen der Heckklappe und das Ausziehen des Heckauszuges bei montiertem Träger + Alubox ist nicht möglich.
Die angebotenen Boxenträgersysteme sind teilweise umständlich abzuklappen und teuer.
Insbesondere beim zwangsweisen Zukauf zusätzliche Erweiterungssätze, die z.b. den Fahrradtransport statt dem Boxentransport ermöglichen.
Der klassische AHK-Fahrradträger, das Multifunktionsteil.
Im T5-Bereich sind nur einige AHK-Träger in der Lage, die o.g. Anforderungen zu erfüllen.
Unter diesen Trägern finden sich 2 Varianten, die die Box bzw. die Fahrräder von der Heckklappe wegbewegen um die Heckklappe öffnen zu können:
- Abklappen - die Box bzw. Fahrräder werden im 90 ° Winkel abgeklappt.
- Abschwenken - die Box bzw. Fahrräder werden auf einem Rollensystem von der Heckklappe weg, leicht schräg nach unten, abgeschwenkt.
Das Abschwenken hat einen wesentlichen Vorteil, die Box kann im abgeschwenkten Zustand gut genutzt werden kann, da der Deckel immer noch nach oben zu öffnen ist.
Beim konkreten Abklappen liegt die Box praktisch quer zur eigentlichen Nutzungsebene und kann in diesem Zustand nicht geöffnet werden. Der Inhalt würde aus der Box fallen.
Die Auswahl: Atera Strada DL 3
Dieser AHK-Fahrradträger erfüllt die gewünschten Anforderungen bei vertretbaren Kosten und Umbauaufwand.
Das Befestigungssystem auf dem Atera Strada DL 3
Das Aluprofil 30x30 bietet eine stabile und preiswerte Möglichkeit ein Trägersystem auf den Aluschienen des AHK-Trägers zu fixieren. Das Profil kann, nach spanender Bearbeitung, die Winkelstellung der Fahrradschienen ausgleichen und stellt die Basis für die Aufnahme der Alubox dar. Die Rohrschelle Durchmesser 30 mm hält die Alubox an der Rückwand oben und erhöht die Stabilität des Befestigungssystems.
Materialliste:
- Aluprofil 30 mm x 30 mm x 500 mm / 2 Stück
- Nutensteine M 8 für Aluprofil 30x30 / 4 Stück
- Abdeckkappen für das Aluprofil / 4 Stück
- Zylinderschrauben M 6 40 mm / 6 Stück
- Nutensteine M 6 für Fahrradschienen Atera AHK-Träger / 6 Stück
- Rohrschelle Durchmesser 30 mm / 2 Stück
- Zylinderschraube M 6 40 mm / 2 Stück
Demontage des Originalträgers:
Die sechs Radschalen müssen und die drei Fahrradbügelhalter könnten entfernt werden.
Die sechs Kunststoffendstücke aus den einzelnen Schienen entnehmen, die sechs Radsschalen aus den Schienen herausschieben.
Jetzt ist der Atera Strada DL 3 aufbaubereit.
Herstellung und Montage des Boxen-Befestigungssystems
Am AHK-Träger werden 4 Elemente verschraubt und damit die Voraussetzung geschaffen die AluBox sicher und funktionsfähig zu fixieren:
- AluProfil 30 mm x 30 mm x 500 mm (2x) mit Winkelausgleich
- Rohrschelle Durchmesser 30 mm mit Gewindeadapter (2x)
- Gewindestange M 8 (ca. 8 cm lang) (2x)
- Alu-Vierkantrohr oder Alu-Rundrohr (ca. 4 cm) (2x)
- Muttern M 8 (4x)
- Flügelmuttern M 8 (2x)
Das Schienensystem des AHK-Trägers läuft v4on außen nach innen schräg nach oben. Diesen Winkel gilt es auszugleichen und eine parallele Montageebene herzustellen. Dazu werden, entsprechendder Profilierung des AHK-Trägersystems, invers zum Neigungswinkel, Nuten in das Aluprofil 30x30 eingearbeitet, das die erforderliche Fixierungsmöglichkeit bietet.
Im Abstand des AHK-Schienensystems werden M6-Senkkopf-Bohrungen eingebracht und das Profil 30x30 mit einfachen Nutensteinen (analog der Originalnutensteine) auf dem AHK-Schienensystemverschraubt.
Die beiden Profile 30x30 sind in einem Abstand von 680 mm parallel und mittig zum AHK-Träger auszurichten. Vor der Montage auf dem AHK-Schienensystem jeweils 2 schwere Nutensteine M8einschieben und die Abdeckkappen mit einem Hammer einschlagen.
Die Rohrschellen (30 mm) am Bügel des Trägers verschrauben.
Die Gewindestangen in die Rohrschellen einschrauben, mit M 8 - Mutter kontern, den Vierkantrohr-Abstandshalter aufschieben, ebenfalls mit M 8 - Mutter kontern.
Der Umbau des AHK-Trägers ist abgeschlossen, das Boxen-Befestigungssystem ist bereit die Alubox aufzunehmen.
Das Befestigungssystem der D 163 Alubox
Am Boden der Alubox wird ebenfalls das Profil 30x30 verschraubt, an der Rückseite der Alubox Bohrungen eingebracht und dadurch das Fixieren der AluBox auf dem Befestigungssystem des Atera ermöglicht.
Materialliste:
- Aluprofil 30 mm x 30 mm x 380 mm / 2 Stück
- Nutensteine M 6 für Aluprofil 30x30 / 4 Stück
- Würfelverbinder mit Schrauben für das Aluprofil / 4 Stück
- Senkkopfschrauben M 6 16 mm / 6 Stück
- Alu-Flach 40 mm x 2 mm x 1000 mm / 1 Stück
- Nieten Durchmesser 4 mm / 10 mm lang (4x)
Der Deckel sowie der Boden der D 163 ist mit einem Sickenprofilblech versteift. Dadurch wird gewährleistet, dass sich weder Boden noch Deckel auswölben oder unter Last verformen. Darüberhinaus stabilisiert eine umlaufende breite Alukante am Boden die Form der Alubox. Das Aluprofil 30x30 übernimmt die Aufgabe einer Quertraverse, die von unten im Bodenbereich verschraubt wird. Das Sickenprofilblech und die umlaufende Alukante müssen wiederum im spanabhebenden Verfahren in das Profil 30x30 eingearbeitet werden. Die beiden Profile 30x30 werden durch das Bodenblechverschraubt und stirnseitig mit einem Würfelverbinder versehen.
Das Bodenblech selbst ist eher dünn, deshalb wird die Belastungsfläche der Verschraubung in der Box durch große Beilagscheiben oder Alu-Flach-Blech deutlich vergrößert.
Abschließend werden die beiden Bohrungen - passend zu den Rohrschellenpositionen am AHK-Bügel - eingebracht und mittels Alu-Flach-Blech und Nieten versteift.
Die AluBox ist nun passend modifiziert und kann auf dem Atera montiert werden.
Die Montage / Demontage der Alubox auf dem AHK-Träger
Die Alubox wird im leeren Zustand auf den AHK-Träger aufgesetzt, die Quertraversen der Box liegen auf den Befestigungsschienen des Trägers. Die 4 M8-Schrauben werden in den Nutensteinen locker verschraubt, die Rückwandflügelmuttern (Rohrschellen) fest angezogen. Dadurch wird die Alubox im Quertraversen / Befestigungsschienenbereich richtig positioniert. Im letzten Schritt die 4 Schrauben in den Würfelverbindern der Quertraversen anziehen und die Box sitzt sauber auf dem Atera - AHK-Träger.
Nun kann die Box beladen werden.
Die Demontage erfolgt analog. Die Box entladen (nicht zwingend erforderlich, aber rückenschonender), die 4 Würfelverbindungsschrauben lösen, die Flügelmuttern der Rückwand lösen und die Boxabnehmen.
Die Nutzung der Alubox auf dem AHK-Träger
Die Alubox auf dem AHK-Träger nimmt diverse Campingutensilien auf und erweitert den Stauraum des California (Beach).
Die Heckklappe kann nach dem Abschwenken der Box auf dem AHK-Träger problemlos geöffnet werden, der Spalt beträgt ca. 4 cm.
Der im Beach verbaute Heckauszug, 700 mm Auszugslänge, kann voll ausgezogen und be- bzw. entladen werden.
Darüber hinaus kann die Alubox (bei guten Witterung und entsprechender Optimierung) als externe Außenküche oder schnelle Arbeitplatte (auf dem Träger montiert) genutzt werden.






























