Dach

Aus T4-Wiki
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Dachausführungen[Bearbeiten]

Der T4 war neben dem regulären Blechdach in weiteren Dach-Ausführungen erhältlich.

Flachdach[Bearbeiten]

Als Flachdach wird die Grundform des Daches bezeichnet, die bei allen T4 Serie ist. Die Höhe des T4 beträgt fahrwerksabhängig ca. 1,95 m.
Wer zusätzlichen Schlafplatz benötigt und die hohen Kosten für die Nachrüstung eines Hoch- oder Aufstelldaches ist möglicherweise mit einem Dachzelt gut bedient. Informationen dazu finden sich im Artikel Dachzelt.


Kompaktdach[Bearbeiten]

Als Kompaktdach wird ein festes GfK-Dach bezeichnet, daß eine Stehhöhe im Innenraum ermöglicht, aber nicht hoch genug für ein Dachbett ist.


Hochdach[Bearbeiten]

Der Hochdach-T4 hat einen fest mit der Karosserie verbundenen Dachaufsatz, der die Stehhöhe bzw. das Ladevolumen erheblich erhöht. Das Hochdach kommt vornehmlich im gewerblichen Bereich sowie bei Camper-Versionen des T4 zum Einsatz. Die Höhe des T4 mit Hochdach beträgt ca. 2,50 m.
Das Alkovendach oder Nasenhochdach ist eine Sonderform des Hochdaches, die oberhalb des Fahrerraums zusätzlichen Platz schafft, entweder als Stauraum oder als Teil des Dachbettes (z.B. im Westfalia-Modell California Exclusiv mit langem Radstand).


Aufstelldach[Bearbeiten]

Das Aufstelldach, manchmal auch Hubdach genannt, ist eine flexible, ein-/ausklappbare Dachkonstruktion. Es wird vornehmlich bei den Camperversionen des T4 genutzt. Die Fahrzeughöhe beträgt bei eingeklapptem Dach ca. 2,00 m, bei aufgestelltem Dach ca. 2,50 m. Bei den meisten Versionen wird das Dach in Fahrtrichtung vorne hochgestellt; es gibt allerdings auch - wenngleich selten - Aufstelldächer, die am Fahrzeugheck ihren höchsten Punkt haben. Der Zeltbalg besteht in aller Regel aus wetterunempfindlichen Zeltstoff, in dem je nach Hersteller noch Fliegenfenster eingenäht sind. Bei Gebrauchtkauf sollte dem Zustand der Fliegengaze besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, da sie immer wieder gefaltet wird. Ein Zeltbalg kann in aller Regel ersetzt werden; dies erfordert allerdings einige Arbeit.

Die Dächer werden meist mit Kniehebelgelenken hochgestellt; bei beladenem Dach (siehe unten zum Thema Dachträger) ist allerdings Vorsicht geboten, da nicht alle Dächer bzw. deren Scherengelenke für ein Aufstellen im beladenen Zustand ausgelegt sind. Ab ca. 1998 wurden bei Westfalia-Modellen statt der Kniehebelgelenke Gasdruckdämpfer verbaut, die eine wesentliche Erleichterung für kleinere oder schwächere Personen darstellen. Beim Bewegen des Daches müssen eine Tür oder ein Fenster geöffnet sein; ansonsten wird beim Aufstellen ein erheblicher Unterdruck überzeugt, was das Aufstellen sehr erschwert. Beim Abklappen bläht sich andernfalls der Zeltbalg nach außen und wird eingeklemmt.

Gute Aufstelldach-Zeltstoffe sind praktisch winddicht und nässen bei guter Imprägnierung selbst bei Sturm nicht durch, dämmen allerdings keine Wärme. Für Aufstelldächer von Carthago und Westfalia hat die Firma Brandrup dämmende Innenzelte unter dem Namen Isotop im Programm, die auch im Frühjahr und Herbst noch ein angenehmes Innenraumklima schaffen.
Optional gibt es aber zumindest auch für das Original-California-Aufstelldach eine Wetterschutzhaube, wie das nachfolgende Bild von Dirk zeigt (Quelle: Dirks Album auf T4-Wiki-Galerie:

California mit Wetterschutzhaube

Je nach Dachhersteller liegen die Dachscheren - also die Gelenke, die das Dach am tieferen Punkt mit der Karosserie verbinden - außerhalb oder innerhalb des Zeltbalges, was zu Gunsten bzw. zu Lasten der Innenraum-Breite am Fußende geht.

Auf der folgenden Seite wird der Einbau eines Aufstelldaches der Firma Westfalia beschrieben.


Dachträger[Bearbeiten]

Zur Ausrüstung der Kompakt- und Hochdächer mit Dachträgersystemen sind besondere Maßnahmen notwendig, da der T4 nicht über Regenrinnen verfügt. Hierfür bietet sich zunächst die Nachrüstung von Regenrinnen der Fa. Brandrup an, sog. Brandrup-Schienen. An diesen können dann übliche Klemmträger-Systeme befestigt werden. Klemmträger sind u.a. von der Fa. Heinz Zölzer erhältlich. Zölzer fertigt außerdem für das Hochdach-Modell von Westfalia einen besonderen, vergleichsweise hoch belastbaren Dachträger, der die im Dach vorhandenen Schraubenaufnahmen verwendet.

Anders als beim Kompakt- und Hochdach können beim Aufstelldach keine an der Karosserie fest montierten Dachträger eingesetzt werden, da sie vor dem Aufstellen des Daches abgenommen werden müssten. Der wohl beliebteste Dachträger für das Aufstelldach ist der Sherpas Translift von Montblanc, dessen Grundschienen auf dem Aufstelldach montiert werden. Der Translift erlaubt das seitliche Beladen des Daches mit Sportgeräten wie Surfbrettern oder Ski; danach werden die beladenen Schienen auf das Dach geschoben und verriegelt.

Für die Westfalia-Modelle (California Coach u.a.) wurde der Translift auch von Westfalia vertrieben, dem früheren Umbaupartner von Volkswagen und heutigen DaimlerChrysler Konzerntochter. Es bestehen drei mehr oder minder wesentliche Unterschiede derjenigen Translift-Version, die von Westfalia vertrieben wurde, zum handelsüblichen Translift, wie er beispielsweise von Reimo vertrieben wird. Zunächst ist der Träger einige Zentimeter kürzer, um exakt mit dem Außenrand des Aufstelldaches abzuschließen. Darüber hinaus verfügt die Westfalia-Version über von Westfalia gefertigte, pulverbeschichtete Schraubenaufnahmen, die den Druck der Schrauben der Grundschienen aufnehmen und besser als die M6-Muttern des handelsüblichen Translift-Systems großflächig verteilen.

Außerdem werden mit der Westfalia-Version zwei umfunktionierte Haltegriffe aus Hartplastik mitgeliefert, die im vorderen Drittel des Dachausschnittes an diesen geschraubt werden und die Belastung des beladenen Daches besser aufnehmen sollen. Haltegriffe, und Schraubenaufnahmen sind bei Westfalia auschließlich zusammen mit dem kompletten Satz Grundschienen erhältlich; wer auf diese Extras wert legt, sollte nur die handelsüblichen Translift-Querträger erwerben, deren "Überlänge" erfahrungsgemäß völlig unproblematisch ist.

Eine Alternative für die Befestigung handelsüblicher Dachträger / Quertraversen auf dem Aufstelldach sind die sog. Caravanschienen der Fa. Heinz Zölzer in Essen-Kupferdreh. Die flachen und sehr leichten Aluschienen können über die gesamte Länge des Aufstelldaches mit Industriekleber wie z.B. Sikaflex 256 verklebt werden; auf diesen Schienen können dann z.B. Trägersysteme von Thule oder auch von Zölzer montiert werden. Wer um jeden Zentimeter Dachfreiheit (z.B. für Garagen) kämpfen muß, wird mit der Caravanschiene evt. die flachste Lösung finden.


Weblinks[Bearbeiten]