Zylinderkopfdichtung

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Zylinderkopfdichtung AAB

Allgemeine Informationen[Bearbeiten]

Die Zylinderkopfdichtung (ZKD) ist als wichtiges Bauteil in fast jedem Verbrennungsmotor zwischen Zylinderblock und Zylinderkopf eingebaut. Sie erfüllt die Aufgabe, den Verbrennungsraum gasdicht abzuschließen sowie den Übertritt von Kühlwasser und Motoröl aus den entsprechenden Kanälen in den Verbrennungsraum zu verhindern.

Die Zylinderkopfdichtung, kurz auch Kopfdichtung genannt, ist zumeist ein sehr komplexes sowie thermisch und mechanisch hoch belastetes Bauteil. Ihre Herstellung ist aufgrund der dazu erforderlichen teuren Werkzeuge aufwändig.

Sie besteht aus einem Trägerblech oder aber einem Metallgitter, das in eine hitzebeständige Kunststoffmasse eingebettet ist. Die Oberfläche ist häufig mit einer Anti-Haftschicht versehen. Die Brennraumaussparungen sowie die anderen Bohrungen sind eingebördelt.

(Quellenangabe)


Zylinderkopfdichtung im T4[Bearbeiten]

Wie bei anderen Fahrzeugen auch, ist die Zylinderkopfdichtung letztlich ein Verschleißteil, das bei sehr hohen Laufleistungen des Motors durchaus kaputt gehen kann. Meist ist man aber in der Lage, einen Defekt frühzeitig genug zu erkennen; siehe unten.

Besonders problematisch bezüglich der ZKD sind die Saugdiesel 1X, AAB und wohl auch ABL der Baujahre bis 10/1993. Bei diesen Motoren wurde zunächst eine Weichstoff-Zylinderkopfdichtung ('Papierdichtung') verbaut, die nicht allzu lange hielt; Schäden nach unter 100.000 km waren keine Seltenheit.

Zwar ist die Zylinderkopfdichtung beim T4 nicht teuer (ca. 40 bis 80 Euro je nach Motor). Ihr Wechsel ist aber sehr aufwändig und damit teuer. Bei den o.a. Dieselmotoren müssen zudem bei einem ZKD-Wechsel auch die Wirbelkammern gewechselt werden, weil die neue Metall-ZKD eine andere Stärke besitzt.


Folgen eines Defektes[Bearbeiten]

(Quelle: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie)
Eine defekte Zylinderkopfdichtung dürfte einer der verbreitetsten Motorschäden mit folgenden Auswirkungen sein:

  • Die Verbrennungsgase gelangen in den Kühlwasser-Raum. Folge: Dampfaustritt am Überdruckventil des Ausgleichsbehälters.
  • Das Motoröl tritt in das Kühlwasser über. Folge: bräunliche Ablagerungen im Wasserkreislauf, irgendwann Schmierverlust und Kurbelwellen-Lagerschaden o.ä.
  • Das Kühlwasser gelangt in den Verbrennungsraum. Mögliche Folge: weißer Dampf mit der Gefahr einer Motorblockade (so genannter Wasserschlag) durch Wasser, d.h. nicht komprimierbaren Verbrennungsraum-Inhalt (extrem selten).
  • Die Verbrennungsgase gelangen an die Umgebungsluft. Folge: Rauchentwicklung, Gefahr von Motorbrand.
  • Die Verbrennungsgase gelangen von einem Zylinder in den anderen. Folge: Leistungsverlust, rauher Motorlauf.


Die nachfolgenden Bilder (jojo) zeigen einen Schaden der ZKD zwischen dem 4. und 5. Zylinder eines 111 kW-TDI-Motors AXG:

Dieser Schaden hat sich durch rauhen Motorlauf und Schwankungen der Leerlaufdrehzahl bemerkbar gemacht. Bestätigt wurde er durch eine Messung des Kompressionsdrucks. Dieser lag bei beiden Zylindern bei 0 bar.


Quellenangabe[Bearbeiten]

Artikel Zylinderkopfdichtung. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 19. Dezember 2006, 19:49 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Zylinderkopfdichtung&oldid=25328568